Samba- / Windows-Server

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Aus jedem Computer kann unter Linux schnell ein Server gemacht werden - allerdings gibt es durch Geschwindigkeit des Servers, Netzwerk etc. Begrenzungen bei der Anzahl der sinnvoll anzuschließenden Anzahl von Clients (Endgeräten). Werden zu viele Clients angeschlossen, werden die Datenverbindungen langsam.

Wenn diese per Cloning (Image) installiert wurden, sind alle nötigen Programme zur Einbindung in Netzwerke und Zugriff auf Linux- / Windows-Server bereits vorinstalliert. Zwar gehören Serverlösung zur Zeit nicht zum Labdoo-Projekt. Da uns aber öfters Fragen dazu erreichen und aus jedem Labdoo-Rechner mit wenigen Handgriffen ein Server gemacht werden kann, hier einige Hinweise und Links. Ab April 2018 und mit 18.04 LTS ist Samba auf geklonten Laptops bereits vorinstalliert.

Da der Servername bei Samba maximal 15 Stellen haben darf, wurde hostname und hosts gekürzt. Aus labdoo-00001xxxx wurde labdoo00001xxxx. So erkennt man im LAN den Server schnell und einfach an der Labdoo-ID bzw. Hostname.

Samba-Server installieren:

  1. Das Paket "samba" installieren (sudo apt-get install samba im Terminal ausführen oder per Paketmanager wie synaptic o.a.)
  2. smbd (Enter) im Terminal startet den Samba-Server manuell. Um dies nicht immer manuell zu starten kann man in
    System →Preferences / Einstellungen → Personal / Persönlich → StartUp Applications / Startprogramme → mit "Hinzufügen / Add" → Name: Samba / command: smbd / Comment: Samba Server als Befehl hinzufügen.
    Dem Server einen Namen geben und Gastzugang erlauben nicht vergessen! Damit startet Samba bei jedem Neustart des Systems automatisch.
  3. Eventuell zu den Dateimanagern noch Erweiterungen nachinstallieren, "caja-share" installieren (sudo apt-get install caja-share oder synaptic ); diese Erweiterung ist seit April 2018 Teil der Images for Cloning.

Freigaben (Share) einrichten:

  1. Dateimanager Caja als Administrator / root öffnen (im Terminal sudo caja (Enter) eintippen) und mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken, den man freigeben möchte. Im Kontextmenü "Freigabeoptionen" anklicken. Achtung: Wenn Caja nicht als root geöffnet wird, erscheint der Menüpunkt "Freigabeoptionen" nicht !!!
  2. "Share this folder" und "Guest access" aktivieren, eventuell einen eigenen "Share name" eintragen
  3. Caja schließen, fertig.
  4. ...und der Rechner muss natürlich dazu mit dem Netzwerk per LAN-Kabel oder WLAN verbunden sein...

Mit einem Arbeitsplatz (Client) zugreifen, z.B. via Tablet, Handy, Laptop oder PC:

Je nach Client und dem darauf installierten Betriebssystem (Android, iOS, Windows, Linux o.a.) kann der Zugang zum Server jeweils anders sein. U.a. findet ihr einige Beispiele und Tipps. Sinnvoll sind außerdem Programme wie Dateimanager, Browser und pdf-Viewer auf dem Gerät. Prüft auch, ob eure Dateimanager in der Lage ist sich mit einem Server aufzunehmen (nicht alle können das) oder ob zusätzliche Erweiterungen installiert werden müssen.

  • Vom Client Verbindung via Dateimanager zum Server aufnehmen
    • (L)Ubuntu - bei Labdoo-Laptops ist unter dem MATE-Desktop z.B. der Dateimanager Caja installiert; entweder über Menü →Orte / Places oder in der linken Spalte Network → Browse Network alle Server im Netzwerk anzeigen lassen.
    • Alternativ für LXDE Desktop und Dateimanager PCManFM: gehe zu/Go →Netzwerk / network→meist wird dann schon der Server erkannt und angezeigt, sonst Windows-Netzwerk →Workgroup→Servername auswählen, meist labdoo-00000xxxx (xxxx = Labdoo-ID/Nr.)
    • Android - Dateimanager öffnen und Knopf "Netzwerk" angeklicken. Das Netzwerk nach SMB-Freigaben durchsucht und diese werden im Dateimanager angezeigt. Unterstützt der vorhandene Dateimanager kein SMB, muss ein anderer installiert werden. Empfehlenswert sind der Ghost-Commander (aus dem App-Store installieren: Ghost Commander und Ghost Commander - Samba Plugin) oder X-plore
    • iOS: folgt
    • Windows: folgt
  • Will man z.B. auf den freigegebenen "Public"-Ordner zugreifen, muss man darauf Doppelklicken. Im sich öffnenden Abfragefenster auf "anonym verbinden" klicken und schon ist man drin.
  • Um zukünftig schneller an die Freigabe auf dem Server zu gelangen, kann man bei fast allen Betriebssystemen und Dateimanagern Favoriten auf die Freigabe setzen.

Verbindung zum Server aufnehmen (am Beispiel Ghost Commander (Android)):
Das Beispiel mit dem Ghost Commander ist zufällig ausgewählt, nicht zwingend. Andere Dateimanager funktionieren aber ähnlich.

  1. Ghost Commander starten
  2. "Home"-Verzeichnis anzeigen lassen ( Pfeil mit Punkt rechts oben )
  3. "Windows-Freigaben" anklicken
  4. Im Fenster "Verbinden Windows-PC" auf "Durchsuchen" klicken. Weitere Eingaben sind bei korrekten Freigaben auf dem SMB-Server nicht nötig !
  5. "Workgroup" anklicken
  6. Namen des gewünschten SMB-Servers anklicken
  7. Die Freigaben des Servers sollten nun als Ordner im Dateimanager erscheinen.

Freigabe als Favoriten anlegen (am Beispiel Ghost Commander):

  1. Den gewünschten Ordner der Freigabe ca. zwei Sekunden anklicken bis sich ein Kontextmenü öffnet.
  2. Im Kontextmenü "Name_des Ordners als Favorit" anklicken.
  3. Die Freigabe ist nun unter /"Home" (Pfeil und Punkt rechts oben)/Favoriten direkt erreichbar, vorrausgesetzt der SMB-Server ist online.

Vorsicht: Manche Dateimanager speichern anzuzeigende Dokumente erst lokal ab, bevor diese geöffnet werden. Das kann
ganz schnell dazu führen, dass der Speicher voll läuft und der Client wegen fehlendem Speicherplatz nicht mehr richtig arbeitet!

Anzeigen von Lerninhalten und Dokumenten

Je nach Inhalt, Dateiformat etc. ist zu beachten

  • Offline-Webinhalte: werden im Browser des Clients angezeigt. Die Inhalte von Offline-Webseiten müssen mit relativen Links (nicht absoluten Links) auf dem Server gespeichert sein.
  • pdf: um pdfs anzuzeigen, benötigt der Client einen pdf-Viewer.
  • Office Dokumente: egal ob für Microsoft Office, LibreOffice, OpenOffice o.a., zum Anzeigen dieser Dokumente muss ein Viewer installiert sein, der die jeweiligen Dateiformate unterstützt.
  • Video / Audiodateien: auch hier muss auf dem Client die entsprechende Software installiert sein, um Videos anzuschauen oder Audiodateien zu hören.

Xowa auf anderen Geräten lesbar machen

Xowa enthält eine Möglichkeit, per http die Wikis im lokalen Netzwerk zu verbreiten. Hierzu in den Ordner /home/labdoo/Public/xowa navigieren und dort ein Terminal öffnen (z.B. im Dateimanager Caja: Datei →Hier ein Terminal öffnen). In diesem Ordner die Xowa-jar Datei ausführen:
Für 64 Bit-Installationen: java -jar xowa_linux_64.jar --app_mode http_server (Enter)
Für 32 Bit-Installationen: java -jar xowa_linux.jar --app_mode http_server (Enter)
Terminal nicht schließen, weil sonst auch der Xowa-Server beendet wird. Vielleicht kann man ein kleines Startscript erstellen und in den Xowa-Ordner legen?

Bei manchen Endgeräten, Betriebssystemen und Browsern funktioniert die Auflösung des Servernamen in eine IP-Adresse. Eine IP-Adresse ist wie eine Hausnummer. Darüber regelt sich der Zugriff übers Netzwerk auf ein angeschlossenes Gerät.

Wenn die Auflösung der IP nicht automatisch funktioniert kann man es manuell vorgeben. Hierzu zuerst die IP-Adresse des Servers in Erfahrung bringen. Auf dem Desktops des Server mit der echten Maustaste auf das Netzwerk-/ WLAN-Symbol klicken → Verbindungsinfo / Connection Information →IP-Adresse ablesen (oft 192.168.1.xxx oder ähnlich). Achtung: Wenn IT-Adressen dynamisch per DHCP im Netzwerk vergeben werden, ändert sich diese IP-Adresse nach jedem Neustart. Hier wäre es sinnvoller, dem Server eine statische IT-Adresse zuzuweisen.

Xowa am Client aufrufen:

Im folgenden Beispiel gehen wir davon aus, dass der Server die IP-Adresse 192.168.1.133 hätte. Auf dem Endgerät (Handy, Tablet, PC usw.) den Browser eurer Wahl öffnen und und in die Adresszeile eingeben:
IP-Adresse des Servers:8080
in dem Beispiel also 192.168.1.133:8080:8080

Weiterführende Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Samba_%28Software%29
https://wiki.ubuntuusers.de/Samba/
https://wiki.ubuntuusers.de/Caja/
https://wiki.ubuntuusers.de/PCMan_File_Manager/


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